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Land aus Beton

Die Landbesitzer im Stadtumland warten schon auf die "goldene Fruchtfolge Roggen - Mais - Bauland", und Bürgermeister kommen bei höherer Einwohnerzahl in eine höhere Gehaltsstufe. Da ist es interessant zu schauen, wie andere mit Bauland umgehen. Engländer verbrauchen täglich nur 30 ha neues Bauland, 5x weniger als Deutschland. Eine Börse, bei der die Kommunen eine Lizenz zur Neulandbebauung kaufen müssen, reduziert den Flächenverbrauch.
Die Schwaben sparen Fläche. Baden-Württemberg hat das Modellprojekt zur Eindämmung des Landschaftsverbrauches durch Aktivierung innerörtlicher Potenziale mit folgenden Zielen ins Leben gerufen:

  • Bewusstsein für die Problematik des Landschaftsverbrauchs und der leerstehenden Gebäudesubstanz verbreitern.
  • Die Ermittlung des zumeist unterschätzten innerörtlichen Potenzials als Gebäude- und Flächenangebot für dorfgerechtes Wohnen und Arbeiten.
  • Die realistische Einschätzung des Bedarfs an Wohnungen und Bauflächen unter Beachtung des demographischen und sozialen Wandels.
  • Die nachhaltige Entwicklung einer funktionsfähigen und identitätsstiftenden Ortsmitte.

Modellgemeinden realisieren dieses Programm. Die Stadt Rottenburg am Neckar verkündete stolz, man habe durch Umnutzung innerörtlicher Baulücken 6 ha neuen Siedlungslandes einsparen können. Auch der rotgrüne Koalitionsvertrag sieht eine Baulandreduzierung vor. Die als vorbildlich geltenden Werte aus England peilt man aber erst für das Jahr 2020 an. Jochen Schepker

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